FSJ im Kulturzentrum

Seit September 2012 nimmt das Kulturzentrum an dem Programm "FSJ Kultur" teil. Das heißt, ein Jahr lang kann ein junger Mensch bei uns mitarbeiten und so das Berufsleben in einer Kultureinrichtung konkret kennenlernen. Mit dieser Erfahrung ist es leichter, sich beruflich zu orientieren und eine gute Entscheidung zu treffen, welche Ausbildung oder welches Studium zu einem passt.

 

Den Kartenverkauf leiten, Künstler begrüßen, potentiellen Mietern das Haus zeigen, den Newsletter schreiben, Plakate gestalten und Kulturveranstaltungen bewerben… Das ist nur ein Teil der vielfältigen Aufgaben, die man als sogenannter FSJler im Kulturzentrum Trudering übernehmen darf.


Immer im Februar suchen wir für den folgenden September einen kreativen und engagierten jungen Menschen, der Spaß an Kulturveranstaltungen hat, gerne mit Menschen kommuniziert und Lust auf einen Einblick in den vielseitigen Beruf des Kulturmanagers hat. Voraussetzungen für die Teilnahme am Programm sind, dass man zwischen 16 und 26 Jahre alt ist und bereit, sich ein Jahr lang verbindlich zu engagieren.

Allgemeine Informationen zum FSJ-Programm bekommt man unter www.fsjkultur.de.

 

Die aktuelle FSJlerin Nadja Geisberger sieht man hier in Aktion!


Unsere (ehemaligen) FSJ-ler


Cara Steickart war von September 2016 bis August 2017 bei uns.

 

So fand sie ihr FSJ:

 "Das FSJ im Kulturzentrum Trudering hat mich gut für meine berufliche Zukunft vorbereitet: Kontakt mit Kunden, Struktur eines Büros, Berufsalltag, Beantworten von Emails, uvm.. Besonders gut gefallen hat es mir, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen."

 

Als FSJ-Projekt hat Cara die Jugendkunstausstellung "juku17" organisiert, die erste Werkschau von Jugendlichen in unserem Haus. Teilgenommen haben ausgewählte Schüler von vier weiterführenden Schulen aus Trudering und Umgebung. Die Ausstellung stieß auf große Resonanz - mehr als 400 Personen schauten sich die Werke der Schüler an.


Julia Späth hat ihr FSJ zwischen September 2015 und August 2016 absolviert.

 

Sie sagt im Rückblick:

 "In meinem FSJ Kultur konnte ich nicht nur viele schöne Veranstaltungen erleben, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen werfen und selbst beitragen. Was muss passieren, bis eine Veranstaltung geschehen kann? Wie organisiert man das alles? Vor allem von meinem eigenen Projekt, dem Umweltforum, habe ich viel mitgenommen, von Budgetplanung bis Pressearbeit.
Durch die vielseitigen Aufgaben habe ich viele verschiedene Einblicke bekommen und konnte mich so für eine Studienrichtung entscheiden."

 

Als FSJ-Projekt hat Julia Späth die Schülermesse "Truderinger Umweltforum" unter ihre Fittiche genommen. Mehr als 1.000 Schüler kamen an diesem Tag ins Kulturzentrum, um mehr über Umweltschutz zu erfahren, zu experimentieren, zu probieren und in Workshops, Filmen und Ausstellungen zu entdecken.


Louis Mueller war als FSJler von September 2014 bis August 2015 bei uns.

 

Seine Erfahrung im Rückblick:

 "Aus dem FSJ ist mir besonders hängengeblieben, wie man sich Kunden und Kollegen gegenüber verhält, wie ein Büro strukturiert ist und was man bei einer Veranstaltung im Vorhinein abklären und abstimmen muss. Außerdem habe ich eine ganze Menge Gelassenheit gegenüber Autoritätspersonen gelernt, was mir vor allem bei meinem späteren Sound-Engineerung-Studium geholfen hat, wo ich mit Personen zu tun hatte, welche z.B. ganze Filmstudios leiten. Ohne die Erfahrung mit dem Kunden- und Künstlerkontakt im FSJ hätte ich sicherlich nicht so ruhig und effizient mit ihnen arbeiten können."

 

Louis hat als FSJ-Projekt eine öffentliche Künstlerausschreibung erstellt, auf die sich mehr als 50 Künstler beworben haben, und aus der er acht Bewerber für kommende Einzelausstellungen in unserem Haus ausgewählt hat.


Ana-Armela Sincek aus Ingolstadt hat uns von September 2012 bis August 2013 als erste FSJlerin unterstützt.


Ihr FSJ trägt sie bis heute in besonderer Erinnerung:
"Nach ersten Erfahrungen in einer Werbeagentur wurde mir klar, dass ich mein Herz längst zu sehr an der Kleinkunstszene verloren habe und meine berufliche Zukunft im kulturellen Bereich ansiedeln möchte. Das FSJ Kultur war zu diesem Zeitpunkt bereits ein jahrelanger Herzenswunsch von mir und bot mir schließlich endlich die Möglichkeit, erste praktische Erfahrung zu sammeln und dabei auch "hinter den Kulissen" einige Fäden mitziehen zu dürfen. Meine Kreativität und Vorliebe für Design war vor allem bei der Gestaltung von Eintrittskarten und anderen Drucksachen ein großer Pluspunkt. Den Büroalltag habe ich aber, unabhängig davon und trotz täglichem Pendlerverkehr, immer glücklich und motiviert verbracht. Dass ich zudem gerne serviceorientiert arbeite, habe ich schnell durch den direkten Kunden- und Besucherkontakt festgestellt. Meine persönlichen Highlights waren natürlich immer die Kabarettvorstellungen - und eine anschließende gemeinsame Taxifahrt mit Jochen Busse. :-)
Insgesamt kann ich mit Fug und Recht behaupten, im Kulturzentrum Trudering ein ganz besonderes Jahr erlebt und dabei viel gelernt zu haben. Nicht zuletzt wurde damit auch der Grundstein für meine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau gelegt, die ich direkt im Anschluss des FSJ im "Kulturzentrum Alte Mälzerei e.V." in Regensburg begonnen und 2016 erfolgreich abgeschlossen habe. Mittlerweile bin ich in der Humorhauptstadt Köln gelandet und dort im Künstlermanagement für Comedians, Schauspieler und Moderatoren tätig."


Ana hat sich als FSJ-Projekt für eine Veranstaltung entschieden und mit der "Ladies Night" den ersten Frauenkabarett-Abend organisiert: Die drei Kabarettistinnen Constanze Lindner, Franziska Wanninger und Dagmar Schönleber traten mit Auszügen aus ihren Soloprogrammen vor ausverkauftem Haus auf:
https://youtu.be/94LBGRIlT4M

 

 


Ehrenplakette fürs Kulturzentrum

Der Verein Bürgerzentrum Trudering bietet seit drei Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur an. Für die engagierte und kompetente Ausbildung der jungen Leute wurde es jetzt ausgezeichnet.

Die Koordinatorin der Münchner FSJler, Kirstin Peter, übergab die Plakette mit anerkennenden Worten: „Das Team und der Vorstand des Kulturzentrums betreuen die FSJler sehr persönlich und geben ihnen interessante Aufgaben. Dadurch lernen die jungen Leute viel.“ Die Auszeichnung weist das Haus nun sichtbar als qualifizierte Einsatzstelle aus. Etwa alle zwei Wochen finden dort Veranstaltungen wie Kindertheater, Kabarett oder Konzerte statt. Da gibt es für den FSJler immer was zu tun: Kartenverkauf, Newsletter verfassen, Künstler betreuen, mit Kunden telefonieren, Homepage pflegen. Zudem darf er ein eigenes Kulturprojekt entwickeln und durchführen. „Das macht besonders viel Spaß“ meint Julia Späth, die FSJlerin 2015/16.

Kirstin Peter (li.) überreicht die Ehrenplakette an Dr. Ingo Mittermaier, 1. Vorsitzenden des Vorstands, zusammen mit Julia Späth, Fsjlerin 2015/16



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Förderer:

 

 

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München fördert das Kulturzentrum mit einer jährlichen Zuwendung.