Gerade in politisch unruhigen Zeiten ist Kunst für viele Menschen eine wichtige Abwechslung, bietet sie die nötige Nahrung für die Seele. Die Herzen des Publikums erfreuen und Menschen zusammenbringen wollen auch die 18. Truderinger Kunst-Tage am Ostern. Bei dem traditionsreichen Event gehört das Kulturzentrum an der Wasserburger Landstraße 32 ganz der Bildenden Kunst. Ob Malerei, Fotografie oder Skulpturen – Platz ist für die Werke von 24 Kreativen. Für diese begehrten Plätze haben die ehrenamtlichen Organisatoren Renate Winkler-Schlang und Martin Hubensteiner rund 130 Einsendungen erhalten. Intensive Arbeit also für die ebenfalls ehrenamtliche vierköpfige Jury, die sich die Auswahl nicht leicht gemacht hat.
Der Jury gehörte unter anderem Eva Boronkai aus Haar an. Die Künstlerin und diplomierte Grafik-Designerin arbeitet freiberuflich für Werbeagenturen, Verlage und Plattenfirmen, gestaltete etwa auch Cover für Stars wie Nena, Pur oder Udo Lindenberg und erhielt bereits einige Preise. Eva Boronkai hat selbst bereits bei früheren Kunst-Tagen ausgestellt. Ebenso auch ihre Jury-Kollegin Jutta Körner. Die künstlerische Arbeit der Bildhauerin ist geprägt von der Sehnsucht nach Stille. In der Konzentration aufs Wesentliche will sie dazu beitragen, dass die Betrachter neue Energie schöpfen. Ihre Skulpturen und Objekte, ob aus Keramik oder aus Bronze, sind bewusst reduziert.
Der dritte der Fachjuroren, Georg Stahl aus Poing, ist hauptberuflich Architekt, hat während der Coronazeit die Kunst für sich wiederentdeckt. Wie Boronkai hat er sich dem Aquarellieren verschrieben. Ihn faszinieren Wassermotive mit ihren Reflexionen und Spiegelungen, aber auch Stadtlandschaften. Stahl leitet mit zwei Kolleginnen die Galerie im Bürgerhaus Poing und die Künstlergruppe „Poinger Galerie“.
Außer Konkurrenz werden auch die drei bei den Kunst-Tagen mit ausstellen. Ergänzt wurde die Fach-Jury durch den Kunstexperten Martin Hubensteiner, der auch die laufenden Kunstausstellungen des Kulturzentrums kuratiert und betreut. Sie haben gemeinsam eine sehenswerte Auswahl getroffen, in der viele Stilrichtungen und Materialien vertreten sind.
Kunst-Freunde sollten sich daher den Termin vormerken: Vernissage der Kunst-Tage wird am Gründonnerstag, 2. April, um 19 Uhr sein. Zu sehen ist die Ausstellung bis einschließlich Ostermontag jeweils von 13 bis 18 Uhr. Gleich im Anschluss werden am Ostermontag um 18 die beiden Publikumspreise vergeben. Alle Künstler*innen werden über die gesamte Dauer anwesend sein und sich den Fragen der Besucherinnen und Besucher widmen. Diese entscheiden mit ihren Stimmen, wer den ersten Preis in Höhe von 700 Euro erhält – den in diesem Jahr der Second-Hand Plattenladen „Rock-Store“ aus Markt Schwaben stiftet. Der Sieger bekommt zudem die von der Waldtruderinger Künstlerin Andrea Matheisen gestaltete Trophäe, die „Trude“. Für den mit maximal 500 Euro dotierten zweiten Preis wird erstmals das Publikum um Spenden gebeten.
