Ruth Gross & Christoph Kuhn

Ruth Gross & Christoph Kuhn

Unerwartete Vergangenheit – überraschende Gegenwart

Unerwartete Begegnungen mit der Vergangenheit: Gerade im Zusammenleben von Ost und West haben sie eine besondere Brisanz.

Die Schriftstellerin Ruth G. Gross aus Bayern und der Schriftsteller Christoph Kuhn aus Sachsen-Anhalt überschreiten die Grenzen zwischen Ost und West, zwischen Damals und Heute und suchen in ihren Texten Perspektiven für ein neues Zusammenleben, für ein Weiterleben.

Ruth G. Gross liest aus ihrem unveröffentlichten Romanprojekt, das im Mai 1990 spielt: Der Selbstmord ihres Vaters führt Charlotte in ihren bayerischen Heimatort, von wo sie sich auf die Suche nach den Hintergründen seiner Tat begibt, sich in seiner Kriegsvergangenheit in der Rüstungsindustrie im Harz wieder findet.

Christoph Kuhn wird zum Thema passende erzählende und lyrische Texte lesen; wie die Geschichte „Abgeriegelt“ über den Mauerbau am 13. August 1961.

Ruth G. Gross setzt sich mit der Würde des Menschen, den Ängsten, Wünschen sowie Sehnsüchten, Zwiespälten und deren Entwicklungen auseinander. Ihre Erfahrung als Ärztin lässt die Autorin diese profunden Themen in ihre Familienromane mit einfließen. Nach dem Debütroman „Elsas Tochter“, 2019 im Scholastika-Verlag erschienen, hat sie das zweite Romanprojekt „In meines Vaters Haus“ beendet. Sie ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller in ver.di.

Christoph Kuhn, 1951 in Dresden geboren, studierte nach dem Studium der Augenoptik noch Literatur. Er arbeitete als Augenoptiker und war bis 1989/90 in kirchlichen Umweltgruppen engagiert. Nach der Friedlichen Revolution konnte er Erzählungs- und Lyrikbände, ein Theaterstück, ein Kinderbuch und Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften, veröffentlichen. Zuletzt erschien „Kein Weg zurück“, Erzählungen und „Poesiealbum“, Gedichte. Seine Themen sind vor allem (DDR-)Zeitgeschichte und Ökologie. Er leitet Schreibwerkstätten und erhielt Stipendien-Aufenthalte im In- und Ausland, ist Mitglied im PEN, im Verband deutscher Schriftsteller in ver.di und im Friedrich-Bödecker-Kreis e.V.

Moderation: Arwed Vogel

Ein Abend der Therese-Literaturgesellschaft in Zusammenarbeit der Landesverbände Bayern und Sachsen-Anhalt des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS). Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart  Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

 

04.12.2021

Beginn 19:30

Eintritt frei, Spenden sind willkommen!