Bayerischer Almanach

Bayerischer Almanach

Das Ensemble Almanach
Das junge Münchner Ensemble Almanach erschließt den Kosmos des Kunstliedes neu – die den Text tragende Klavierbegleitung verwandelt sich in ein intensives, klangfarbenreiches Bühnenbild.
Das klassische Repertoire trifft auf eine Besetzung, die in der Klangwelt des alpenländischen Kulturraumes und seiner Volksmusik verwurzelt ist: Klarinette, Hackbrett, Akkordeon und
Kontrabass begleiten die Stimme. Das im Herbst 2019 gegründete Quintett gibt so den typischen, vertrauten Klang, öffnet aber gleichzeitig überraschende, überwältigende Räume.
Lieder von Joseph Haydn, Franz Schubert, Fanny Hensel bis Alban Berg oder Gustav Mahler und Richard Strauß werden heute mit Begleitung eines Flügels in Konzertsälen gespielt. Dass das nicht so sein muss, zeigt Almanach ganz praktisch, mit Arrangements, die eigens für das Ensemble entstanden sind.
Im Lied treffen sich Musik und Gedicht. Ein weiteres Markenzeichen von Almanach ist entsprechend der starken inhaltlichen Durchdringung der Konzertprogramme. Aus dem reichen Fundus der Liedliteratur, weit über Winterreise und Dichterliebe hinaus, werden thematisch und atmosphärisch dichte Abende gestaltet. Es geht nicht um „große Komponisten“, sondern um großartige Komponistinnen und Komponisten. Es geht um die Freude am gemeinsamen Experimentieren und zwanglosen Musizieren, um die Freude an klassischen Kompositionen und Neukomponiertem. Und die Freude bindet bekanntlich „wieder, was die Mode streng getheilt“.

Bayern um 1800
Was war los in Bayern um 1800? Der gleichnamige Liederabend des Ensembles Almanach wagt einen Blick hinter die Kulissen der großen Bühne: Mit Kunstliedern von vergessenen bayerischen Komponisten und einzigartigen Quellen über die Lebenswelt der Menschen.
Mozartzeit, Goethezeit, Napoleonzeit, Klassik: Die Jahrzehnte um 1800 stehen für eine kulturelle Blüte in Deutschland, nicht zuletzt in Süddeutschland. Bayern wird Königreich, Wissenschaften und Künste florieren. Trotzdem hören wir wenig von Komponisten, die im Schatten Haydns, Mozarts und Beethovens stehen. Das muss nicht so sein: Bayern um 1800 wird mit Komponisten wie Peter Joseph von Lindpaintner (1791-1856), Leopold Mozart (1719-1787), Georg Jakob Strunz (1781-1852) und Franz Lachner (1803-1890) musikalische Einblicke in die klassische, aber auch volksmusikalische Tradition Süddeutschlands ermöglichen.
Und wie sah es in Bayern tatsächlich aus? Hier sollen die Quellen zur Sprache kommen: Um einen detailierten Blick auf die Epoche zu vermitteln und deutlich zu machen, wie es den
Menschen erging, wird das Konzertprogramm mit Texten Joseph von Hazzis (1768-1845) angereichert. Die Rolle des Sprechers wird der Autor des Buches, Tobias Roth, übernehmen.

Ein abwechslungsreicher Abend des Ensembles Almanach mit Liedern von vergessenen bayerischen Komponisten und einzigartigen Quellen über die Menschen in Bayern um 1800.

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28.09.2022
Beginn 19:30
20 Euro