Heike Eiber

Heike Eiber

ARTe:fakt

03.06.2022
bis
28.06.2022

Vernissage: 3.6  – 19

ABSTRAKT

Das Spiel mit Linie und Fläche, Farbe/Nicht-Farbe, Brüchen, Texturen, Materialien beschäftigt sie. Schichten werden aufgebracht, abgenommen, durch Lasuren verstärkt oder durchscheinender gemacht. Feste Bestandteile wie Sand, Aschen, Steinmehle schaffen Strukturen. Papiere unterschiedlichster Art werden zu Collagen verarbeitet. Durch Farbschüttungen werden Akzente in die Gemälde gesetzt, ein Zentrum geschaffen oder der Blick weitergeführt. Formen und Linien werden zeichnerisch ausgearbeitet. Hier kommen Kohle, Graphit, Bleistifte, Tuschen, Pastellfarben zum Einsatz. Oberflächen kommen mal glatt, mal pudrig oder staubig daher – so bildet schon das Material Kontraste und Spannung. Neben farbenreichen, abstrakten Bildern entstehen auch „unbunte“ Werke. Gegenständliches erfährt durch Material oder Farbwahl eine Abstraktion.

EXPRESSIV

Ihre Lieblingsfarben – ganz klar ausdrucksstarke, eben expressive Farben: Rot, Orange, Pink – Stärke und Strahlkraft gehen von diesen Farben aus.

Jedes ihrer Werke symbolisiert im Rahmen eines langen Entstehungsprozesses einen eigenen Kosmos, eine eigene Geschichte. Starke, kaum abgeschwächte Farben faszinieren sie ebenso wie Nicht-Farben. Welche Vielfalt im Grau steckt, welche Zartheit im Weiß und Härte im Schwarz.

Farben sprechen uns unmittelbar an, vermitteln Emotionen und stehen für bestimmte Eigenschaften. Für sie steht das Rot in den Bildern vor allem für Kraft, Orange hat eine solche Strahlkraft, dass sie es immer wieder verwenden muss, Blau als kühle Farbe symbolisiert Ruhe, aber auch Wasser und kühle Frische. Schwarz und Weiß sind absolut – die beiden äußeren Enden einer Palette mit vielen Zwischentönen.

Doch auch unbunte Bilder sind kontrastreich, spannungsvoll, erscheinen plastisch, erzeugen Räumlichkeit. Daher reizt mich der Umgang mit Schwarz, Weiß und Grau besonders. Sie betrachtet es auch als persönliche Herausforderung mit reduzierten Farben interessante Bilder zu komponieren.

 

MODERN

Nicht abbilden, sondern loslassen.
Der Malprozess ist intuitiv und spielerisch und nicht auf ein bestimmtes Ziel, ein Ergebnis ausgerichtet.

Die Bilder entstehen in vielen Schichten, die darunter Liegendes verdecken, aber es ist dennoch vorhanden, scheint teilweise durch und spitzt auch mal gezielt hervor. In meinen Bilderwelten nimmt sie den Betrachter mit in ihr Unbewusstes, in Gedanken und Erinnerungen. Betrachten, innehalten, den Blick und die Gedanken schweifen lassen, reflektieren – dazu lädt sie die Betrachter ein. Jedes Werk eine kleine Reise in uns hinein.

 

 

ÜBER DIE KÜNSTLERIN

Geboren 1961 in Düsseldorf  I  Studium der Rechtswissenschaften in Passau  I  Referendarzeit und erste berufliche Schritte in Düsseldorf  I  seit 1994 in München lebend.

Schon früh kam sie durch ihren Vater mit Architektur, moderner Kunst, Design und Malerei in Kontakt. Kunst war Leistungsfach und ihre große Leidenschaft. Beruflich ging es jedoch zunächst auf andere Wege: Juristerei. Nach dem II. Juristischen Staatsexamen war die aufregende Welt der Messen und Kongresse ihre berufliche Heimat. Neben diesem intensiven Berufsleben widmete sie sich seit 2012 verstärkt und seit 2017 nun ausschließlich der Malerei mit Acryl. Durch Workshops bei verschiedenen Künstlern hat sie unterschiedlichste Techniken, Materialien und Ausdrucksmittel kennengelernt, die sie seitdem in den Bildern vertieft und neue Anwendungen findet.

Außerdem organisiert sie Gemeinschaftsausstellungen in München und managt die kleine, feine Galerie lesARTs in Deisenhofen.

Jedes der Werke symbolisiert einen eigenen Kosmos. Betrachten, innehalten, den Blick und Gedanken schweifen lassen, –dazu laden ihre Bilder ein.